15 Juli 2011

Würdest du bei mir liegen und einfach die Welt vergessen?


Wenn wir uns öffnen
du dich mir und ich dir mich,
wenn wir versinken
in mich du und ich in dich,
wenn wir vergehen
du mir in und dir in ich.
Dann
bin ich ich
und bist du du.

Als ich ihm schrieb, dass ich nur zu ihm will, wurde mir klar, dass er der Mensch war, den ich in diesem Moment am meisten brauchte. Natürlich hatte er nichts dagegen, wenn ich noch um 23 Uhr zu ihm kommen würde, denn er wollte mich ja auch bei sich haben. Er holte mich von der Bushaltestelle ab. Kalt war es. Aber in mir drin war es noch kälter. Als ich ihn sah, da im Schneetreiben, da wurde mir wieder warm. Ich lächelte ihn breit an, er gab nur ein kleines Schmunzeln von sich. Wir umarmten uns. Schnell rein in die warme Wohnung. Er hatte extra in seinem Zimmer die Heizung aufgedreht, als er wusste, dass ich bald da sein werde. Es war so schön warm. Ich spüre regelrecht, wenn ich daran denke, die Wärme auf meiner Haut. Ich ging sofort ins Bad und zog mir meine Schlafsachen an. Normaler Weise störte es mich enorm, wenn mich jemand ungeschminkt gesehen hat, aber bei ihm war es mir egal. Und dann lagen wir da, auf seinem Bett, die Wärme in unseren Gesichtern. Und dann haben wir über alles geredet, über alles, was uns in den Sinn kam. Irgendwann holte er Teelichter, weil er wusste, dass ich sie liebte. Nur die Heizung und die Teelichter waren da. Sein Gesicht war förmlich von der Erinnerung geprägt, als er mir Bilder von früher zeigte. Vielleicht, wenn ich ihn mehr gemustert hätte, hätte ich die Tränen in seinen Augen gesehen. Irgendwann schliefen wir ein. Er auf seinem Kuschelkissen.
Der Morgen war verschlafen, denn wir haben die ganze Nach durch geredet bis zum frühen Morgen. Während ich noch voller Müdigkeit auf seinem Bett lag machte er mir Kakao, toastete Toastbrot und brachte die Nutella ans Bett. Kein Kuss, denn es war nicht angebracht. Wir wussten auch beide wieso. Irgendwann war es Zeit sich fertig zu machen und zu gehen.
Er klang traurig und enttäuscht, wir verabredeten uns für den nächsten Tag vor Eis Henning. Er wollte mit mir reden. Mir war das gleich, denn ich brauchte nur eine einzige Person.
Dann haben wir also geredet, was herauskam, war nicht besonders erfreulich für ihn. Mir war das egal. Abends wurde getrunken, es wurde gefeiert. Es wurde geschrien ich wurde in den Schnee geschubst. Singstar haben wir auch gespielt. I don't quite know, how to say, how I feel .. Irgendwann war die Stimmung weg und es war eh schon 3 Uhr. Ich ging mit zu ihm, was sollte ich schon zu Hause? Meine Schlafsachen waren eh schon bei ihm deponiert. Er drehte wieder die Heizung auf 5. Nur für mich. Wieder haben wir bis in den frühen Morgen geredet. Auch, wenn wir kaum noch unsere Augen offen halten konnten, gab es zu viel zu sagen. Irgendwann übermannte uns der Schlaf und aufgewacht sind wir durch sein Handy, was um 14 Uhr klingelte. Schnell ausgeschaltet, Musik angemacht und versucht weiter zu schlafen. Seine Hand auf meiner. Unsere Finger ineinander. Ganz nah. Ich sah nur ihn. Er sah nur mich. Und dann irgendwann, dann berührten sich unsere Lippen. Ein kleiner Kuss und auch, wenn ich meinte, dass es nicht richtig sei, konnten wir nicht aufhören. Wir haben uns geliebt. So sehr, so fest, so tief.

3 KOMMENTAR(E) :

Romeo's Geliebte - Julia :) hat gesagt…

unbeschreiblich. :) <3

Rabea Pie hat gesagt…

Oh gott, dein Blog. Wirklich er ist trotz seiner Schlichtheit so perfekt und so wunderbar aufgebaut,dass kann man wirklich nicht anders sagen. Ich lese ihn wirklich supergerne ! Oh ja er gefällt mir wahnsinnig das wollte ich nur mal loswerden , weil ich mir das immer vornehme wenn ich ihn durchstöber aber es dann doch wieder vergesse ! ICH LIEBE DEINEN BLOG ! Wirklich !!!!

VI0 hat gesagt…

da kommen einen die Tränen, erst recht mit diesem Lied..
wundervoll. Traurig, berührend. Versunken in Gedanken. Weiter so